Redaktion Wintergarten Regensburg · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026
Kurz gesagt: Einrichten beginnt im Wintergarten mit dem Klima. Erst wenn Beschattung, Lüftung und – im Wohnwintergarten – Heizung stimmen, lohnen hochwertige Möbel. Wählen Sie lichtechte Stoffe, Materialien, die Wärme und Temperaturwechsel aushalten, einen pflegeleichten Boden und Licht für die dunkle Jahreszeit. Im ungeheizten Raum gilt zusätzlich: Alles, was bleibt, muss Frost vertragen.
Wintergarten einrichten in Regensburg: erst das Raumklima
Ein Glasraum erlebt mehr Extreme als jedes Zimmer im Haus. Die DWD-Station Regensburg zählt im Mittel 63,5 Sommertage und 91,3 Frosttage pro Jahr (Quelle: DWD Open Data, 1991–2020). Sofa, Teppich und Bücherregal müssen damit klarkommen – oder die Technik muss das Klima so weit glätten, dass sie es nicht müssen.
Im Wohnwintergarten in Regensburg übernehmen Heizung, Beschattung und Lüftung diese Aufgabe. Dann können Sie fast wie im Wohnzimmer einrichten. Wie die Wärmequelle gewählt wird, erklärt der Ratgeber Heizung, den Sonnenschutz der Ratgeber Beschattung.
Wofür der Raum da ist: drei Fragen vor dem Möbelkauf
- Wann nutzen Sie ihn? Ganzjährig, nur von Frühjahr bis Herbst oder vor allem abends?
- Wer nutzt ihn? Paar zum Lesen, Familie zum Essen, Kinder zum Spielen, Haustiere zum Sonnen?
- Was soll wachsen? Ein paar Kübel oder ein grünes Zimmer mit vielen Pflanzen?
Die Antworten bestimmen, wie viel Stellfläche, Licht und Strom Sie brauchen. Steckdosen und Lampenauslässe planen wir am besten vor der Montage mit ein – nachträglich ist das im Glasraum mühsam.
Glasraum und Nutzung zusammen planen?
Grundfläche, Heizung ja oder nein, Glas und Extras anklicken – danach kommt Ihr Kostenvoranschlag per Mail.
Fünf Einrichtungsideen für den Wintergarten
Leseplatz mit Blick ins Grüne
Ohrensessel oder Daybed, daneben Leselampe und Ablage für Tee und Buch. Rücken Sie den Platz so, dass Sie nicht direkt in die Sonne blicken – ein Platz mit Blick nach Norden oder Osten bleibt auch nachmittags angenehm.
Esstisch für die ganze Familie
Morgens Kaffee im ersten Licht, abends Gäste mit Blick auf die Beete: Für die Tafel braucht es Bewegungsraum – die Stühle sollen sich zurückschieben lassen, ohne gegen die Scheiben zu stoßen.
Arbeitsplatz mit Tageslicht
Viel Licht hilft beim Arbeiten, direkte Sonne auf dem Bildschirm nicht. Ein Innenrollo oder Plissee als Blendschutz am Schreibtisch ist hier sinnvoll – als Ergänzung zur Außenbeschattung.
Grünes Zimmer
Große Kübelpflanzen, ein Pflanztisch, vielleicht ein kleiner Brunnen. Ein Boden, der Wasser verträgt, und ein Wasseranschluss in der Nähe erleichtern die Pflege.
Spiel- und Familienraum
Robuste Möbel, abwischbare Flächen, ein Teppich, der waschbar ist. Sicherheitsglas in den unteren Feldern ist hier besonders wichtig – das klären wir schon bei der Planung.
Möbel und Materialien für den Glasraum
Nicht jedes Material verträgt Sonne und wechselnde Temperaturen gleich gut:
| Material | Vorteil | Achtung |
|---|---|---|
| Aluminium | leicht, rostfrei, frostfest | wird in praller Sonne warm |
| Teak und andere Harthölzer | wetterfest, wohnliche Optik | vergraut ohne Pflege |
| Kunstfaser-Rattan | leicht, pflegeleicht | Qualität der Fasern prüfen |
| Massivholz unbehandelt | warme Ausstrahlung | arbeitet bei Temperaturwechseln |
| Polster und Textilien | Gemütlichkeit | nur lichtechte, schnell trocknende Stoffe |
Wer Rahmen aus Holz wählt, bekommt die Wohnlichkeit schon mit der Konstruktion. Mehr dazu auf der Seite Holz-Wintergarten Regensburg.
Der richtige Boden im Wintergarten
- Fliesen und Naturstein: robust, pflegeleicht, speichern Sonnenwärme – ideal mit Fußbodenheizung.
- Holzdielen: warm und wohnlich, brauchen aber Schutz vor UV-Licht und Feuchte.
- Vinyl und Designbeläge: preiswert und pflegeleicht; auf Eignung für starke Sonne achten.
- Frostfeste Platten: Pflicht im ungeheizten Raum, oft durchgehend bis auf die Terrasse.
Liegt eine Fußbodenheizung unter dem Belag, ist eine durchgehende Bodenplatte als Unterbau die solide Basis (mehr dazu im Ratgeber Heizung). Der Belag sollte dazu passen: Stein und Fliese leiten die Wärme gut weiter.
Licht für die dunklen Monate
Im Sommer ist der Glasraum hell bis in den Abend. Im Winter sieht es anders aus: Im Dezember scheint die Sonne in Regensburg im Mittel nur rund 38 Stunden, und laut Wikipedia halten sich Nebel und Hochnebel oft lange. Ohne durchdachtes Kunstlicht wirkt der Raum dann schnell wie ein dunkles Glasbecken.
- Grundlicht dimmbar, damit sich die Spiegelung im Glas abends in Grenzen hält
- Akzentlicht für Pflanzen und Wandflächen
- Leselicht dort, wo Sessel oder Sofa stehen
- Außenlicht auf der Terrasse, damit der Blick nach draußen nicht im Schwarz endet
Textilien und Blendschutz
Vorhänge, Kissen und Teppiche machen den Raum wohnlich – und bleichen in der Sonne aus. Wählen Sie lichtechte Stoffe in hellen Tönen. Innenrollos und Plissees sind als Blend- und Sichtschutz nützlich, als Hitzeschutz taugen sie wenig: Stoff hinter dem Glas stoppt nach Angaben des Umweltbundesamts lediglich 5 bis 45 % der Strahlung (Quelle: umweltbundesamt.de).
Reihenfolge beachten: Erst die Außenbeschattung, dann die Deko-Textilien. Wer umgekehrt plant, kauft schöne Vorhänge für einen Raum, der im Juli trotzdem zu heiß wird.
Farben, Stauraum und kleine Details
Weil Glas wenig Wandfläche lässt, wirkt jedes Möbelstück im Wintergarten stärker als im Wohnzimmer. Ruhige, helle Grundtöne und wenige kräftige Akzente halten den Raum offen; dunkle Farben heizen sich in der Sonne auf.
- Stauraum: niedrige Truhen und Bänke mit Klappe statt hoher Schränke, die den Blick verstellen
- Wandseite nutzen: die gemauerte Hauswand für Regal, Bilder oder Kaminofen
- Teppich: waschbar und lichtecht, im ungeheizten Raum über den Winter einrollen
- Steckdosen: genug für Lampen, Ladegeräte und Pflanzenleuchten einplanen
Auch die Übergänge zählen: Gleiche Bodenhöhe und ein ähnlicher Farbton wie im angrenzenden Wohnraum lassen beide Räume zu einer Einheit verschmelzen. In älteren Regensburger Häusern mit Stufen zur Terrasse klären wir das schon bei der Fundamentplanung.
Pflanzen im Wintergarten
Grün gehört zum Wintergarten wie das Glas. Im beheizten Raum gedeihen viele Zimmerpflanzen, im ungeheizten überwintern Kübelpflanzen frostfrei. Wichtig sind Licht von oben, regelmäßiges Lüften und Untersetzer, die den Boden schützen.
Welche Pflanzen in welchen Glasraum passen
Im beheizten Wohnwintergarten fühlen sich Pflanzen wohl, die es ganzjährig warm mögen. Im ungeheizten Raum sind mediterrane Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrus oder Olive typische Gäste, die einen hellen, kühlen, aber frostfreien Platz für den Winter suchen. Bei Frost hilft ein kleiner Frostwächter. Pflanzen nie direkt an die kalten Scheiben stellen.
Einrichten im Kaltwintergarten in Regensburg
Ein Kaltwintergarten in Regensburg ist ein Übergangsraum. Von April bis Oktober wird er zum Wohnzimmer im Grünen, im Winter zum frostfreien Quartier für Pflanzen. Die Einrichtung sollte beides können:
- Wetterfeste Gestelle, abnehmbare Polster
- Frostfester Boden ohne empfindliche Fugen
- Steckdosen mit Schutz vor Feuchtigkeit
- Platz, um Kübelpflanzen im Herbst hereinzuholen
Auch bei der Wohnfläche macht die Nutzung einen Unterschied: Unbeheizbare Wintergärten zählen nach § 4 WoFlV zur Hälfte (Quelle: gesetze-im-internet.de).
Checkliste für den ersten Einkauf
- Maße des Raums und der Türöffnung notieren, bevor große Möbel bestellt werden
- Stoffe auf Lichtechtheit prüfen, Muster im Glasraum einige Tage in die Sonne legen
- Leuchten mit Dimmer wählen, um Spiegelungen abends zu mindern
- Untersetzer für alle Kübel, damit kein Gießwasser den Boden angreift
Wintergarten einrichten in Regensburg: nach Jahreszeit umstellen
Ein Glasraum verändert sich mit den Jahreszeiten stärker als jedes andere Zimmer. In Regensburg liegen laut DWD-Mittel rund 234 Sonnenstunden im Juli gegenüber nur etwa 38 im Dezember. Wer die Einrichtung danach ausrichtet, nutzt den Raum das ganze Jahr besser.
- Sommer: helle, leichte Stoffe, Sitzplätze außerhalb der direkten Mittagssonne, Kübelpflanzen auf die Terrasse.
- Herbst: Pflanzen zurückholen, Decken und Kissen bereitlegen, Leuchten für frühe Abende prüfen.
- Winter: Teppich auf dem kühlen Boden, Lieblingsplatz nahe der Wärmequelle, zusätzliche Lichtquellen für Nebeltage.
- Frühjahr: Möbel umstellen, Textilien waschen, Beschattung vor den ersten warmen Tagen testen.
Mobile Möbel und Kübel auf Rollen machen solche Wechsel einfach. Feste Einbauten wie Regale oder Sitzbänke planen Sie am besten dort, wo weder Hitze im Sommer noch Kälte an der Scheibe im Winter stört – meist an der Hauswand.
Tipp: Notieren Sie im ersten Jahr, wann welche Ecke zu warm, zu kalt oder zu dunkel wird. Diese Beobachtung ist die beste Grundlage für die endgültige Einrichtung.
Im unbeheizten Glasraum fällt der Winterwechsel stärker aus: Polster und Textilien wandern ins Haus, damit sie in feuchter, kalter Luft nicht stockig werden, und es bleiben vor allem Pflanzen und robuste Möbel zurück.
Häufige Fragen zum Wintergarten einrichten in Regensburg
Mit welchen Möbeln richtet man einen Glasraum in Regensburg ein?
Möbel, die starke Sonne und wechselnde Temperaturen vertragen. Aluminium, behandeltes Teakholz, Rattan aus Kunstfaser und Polster mit lichtechten Bezügen halten im Glasraum gut. Empfindliches Massivholz ohne Schutz und dunkle Stoffe bleichen dagegen aus oder arbeiten stark. Im ungeheizten Raum kommt hinzu, dass die Möbel auch Frost aushalten müssen – Regensburg zählt im Mittel 91,3 Frosttage.
Welcher Belag gehört auf den Boden unter Glas?
Keramik und Stein halten am meisten aus: Sie sind kratzfest, leicht zu wischen und nehmen tagsüber Sonnenwärme auf, die sie abends abgeben – zusammen mit einer Fußbodenheizung die häufigste Lösung im beheizten Raum. Dielen und Designbeläge wirken behaglicher, leiden aber unter UV-Licht und Nässe. Ohne Heizung muss der Belag frostfest sein. Ein durchlaufender Belag bis auf die Terrasse lässt den Raum größer wirken.
Wie wird der Wintergarten im Sommer nicht zu heiß?
Das leisten Markise und Lüftungsklappen, nicht das Sofa. Nach Zahlen des Umweltbundesamts bleiben mit Sonnenschutz auf der Außenseite 80 bis 90 % der Strahlung draußen, mit Stoff hinter der Scheibe bloß 5 bis 45 %. Die Einrichtung kann unterstützen – helle Bezüge, keine dunklen Flächen im Mittagslicht, große Pflanzen als lebender Schatten –, ersetzt die Technik aber nicht.
Kann ich im Kaltwintergarten Polstermöbel stehen lassen?
Über den Winter besser nicht. Im ungeheizten Raum steigt bei Frost die Luftfeuchte an den kalten Scheiben, Polster und Kissen nehmen sie auf und können stockig werden. Wetterfeste Gestelle mit abnehmbaren Auflagen sind die bessere Wahl: Die Auflagen kommen im November ins Haus, das Gestell bleibt stehen. Regelmäßiges Lüften an sonnigen Wintertagen hilft zusätzlich.
Ein Glasraum, der zu Ihrer Einrichtung passt
Steckdosen, Licht, Boden und Beschattung planen wir mit, bevor die Möbel kommen. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
Oder direkt anrufen: 0176 42271503